Dornheims Handel und Gewerbe Damals und Heute

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Handel

In Dornheim gab es immer Krämer, Metzger und Gaststätten, aber auch Brauerrein,

Schnapsbrennereien, Ölmühlen und vieles mehr.

Nach 1945 gab es einen Milchverkaufsstand an der Kirche, bekannt unter Wenner Bette. Dort konnte man seine frische Milch holen. Vor 1945 war der Milchladen in der Friedrich Ebert Str. Von dort aus wurde die Milch mit einem Handkarren an die Verbraucher verkauft. Der Handkarren wurde von dem Vater der Wenner Bette geschoben wurde, unter dem Wagen war ein Hund mit eingespannt, um den Eindruck zu erwecken er zieht den Karren mit.

Krämerläden gab es einige in Dornheim, z.B. im Gasthaus „Zur Sonne", oder in der Mainzer Str. oder in Rheinstr. Die Besitzer der beiden Läden waren Brüder. Einen Textil Laden gab es in der Rheinstr.

Auch heute gibt es Geschäfte und Handwerksbetriebe die in Dornheim ansässig sind. Dazu gehören auch die Landwirtschaft und die Hofläden. Das Gerauer Land ist bekannt für seinen Spargel der zur Saison auch direkt vermarktet wird. In Dornheim gibt es eine gute Mischung von allem. Und nach Groß-Gerau oder Riedstadt ist es nicht weit.

Eine Pracht ist es auch wenn im Herbst bei den Hofläden die Kürbisse angeboten werden. Weihnachtsbäume kann man direkt in der Weihnachtsbaum - Plantage aussuchen.

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Gewerbe

Schnapsbrennereien

Branntweinbrennereien wie sie damals hießen gab es mehrer in Dornheim. Die älteste in der Gaststätte „Zum Anker „, später auch im Brauhaus Lerch, Grimms Gasthaus und Fehr und Hofmann (Monistengut). Die letzte noch existierende Brennerei war in Grimms Gasthaus.

Bierbrauer

Erwähnt werden die Brauereien in Dornheim von Michael Oxidenius. und von Johann Heinrich Lerch. Der als Küfer und Bierbrauer aus Oberhessen in der Zeit von 1741-1745 bei Joh. Heinrich Oxidenius in Diensten stand. Das Brauhaus Lerch in der Rheinstraße ist das älteste Gasthaus in Dornheim und immer noch in Familienbesitz.

Käsereien

In Dornheim gab es mehrere Käsereien, die in der Friedrich-Ebert. Str. war die letzte nach dem Krieg existierende. Dort wurde auch Handkäse hergestellt der nicht nur am Ort verkauft wurde, sondern auch in andere Städte.

Ölmühlen

In Dornheim gab es früher 2 Ölmühlen. Die eine war in der Rheinstr. Sie wurde durch einen Blitzstrahl eingeäschert. Bis 1868 wurde hier noch Öl geschlagen. Die zweite Ölmühle gehörte dem Bürgermeister Biebel. Dort konnte man um 1925 noch teile des Betriebes in Form von Mühlsteinen sehen. Die Mühlsteine wurden durch Pferde in Bewegung gesetzt.

Dampfmolkerei

In Dornheim wurde 1884 von 17 Landwirten eine Molkereigenossenschaft gegründet. Zu der Dampfmolkerei wurde auch eine Mühle eingerichtet. So konnte die Gemeinde Milch Butter und andere Milchprodukte kaufen. Im Jahre 1892 wurde die 8 PS Dampfmaschine durch eine 32 PS ersetzt. 1894 brannte der Dachstuhl der Mühle ab. Die Mühle wurde dann noch zweckmäßiger mit 2 Mahl und Schrotgängen wieder eingerichtet. 1907 löste sich die Genossenschaft auf. Danach gründeten 11 Mitglieder eine neue. Die neue Genossenschaft errichtete eine elektrische Zentrale, es wurde ein Vertrag mit der Gemeinde geschlossen. Dornheim war einer der ersten Ort mit elektrischem Licht. Die erste Beleuchtung waren 2 Bogenlampen in der Kirche 1907.

1910 wurde kam dann eine 6+5 PS Heißdampfmaschine (System Lanz) zum Einsatz. Die Stromerzeugung wurde später von den Schuchert Werken übernommen. Die Mühle kam dann in Privatbesitz und wurde vergrößert und verbessert. Heute gibt es keine Mühle mehr in Dornheim.

Leinenweber

Durch den Anbau von Flachs in der Gemarkung gab es in Dornheim auch Leinweber. Bis 1900 wurde noch Tuch gewebt, 12 Webstühle gab es in Dornheim.

Fruchtdrescher

Das Fruchtdreschen war eine schwere Arbeit die meist an langen Winterabenden gemacht wurde mit Dreschflegel in drei oder Vierertakt. Nach Dornheim sind auch Drescher aus Oberhessen gekommen. Einige sind auch geblieben wie einige der Nachnamen aussagen. Später wurde dann zur Verbesserung ein Gängelwerk das mit Pferdekraft betrieben wurde eingeführt. Es gab bis 1900 vier Dreschgesellschaften, später noch drei. Die letzte Dreschhalle die noch in Betrieb war steht in der Nähe des Bahnhofes. Die letzte Dreschmaschine wurde nach 1950 Verkauft. Die Mähdrescher übernahmen die Arbeit der Drescher und Dreschhallen.

Limonadenfabrik

Am Schwarzen Berg gab es nach dem Krieg eine Limonaden Fabrik und einen Getränkehandel.

Landhandel

Am Bahnhof gab es bis vor einigen Jahren einen Landhandel mit einer Fruchtabgabe-Station. Diese existierte mit wechselnden Besitzern und verschiedenen Standorten, erst in der Ortsmitte später dann am Bahnhof.

Sonstiges Gewerbe

Man konnte auch zum Friseur gehen z. B. in der Friedr. Ebert-Str. ab 1933. Das Geschäft ist jetzt in der Bahnhofstr. und die Enkelin führt die Geschäfte weiter...

Vor ein paar Jahren gab es auch eine Niederlassung der Firma Komatsu hier in Dornheim. Ebenfalls eine Spedition.

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Werbung von Dornheimer Firmen

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