Gasthäuser Damals und Heute in Dornheim
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Grimms Gasthaus
Ist eins der Gasthäuser, die Geschichte in Dornheim geschrieben haben.Das Gebäude des Gasthauses (Vorderhaus) wurde 1797 erbaut.
Eine Inschrift die früher im Sturz über der Tür eingehauen war sagte aus „Dieses Haus gebaut Ph. Grimm und dessen Weib Diana Elisabetha geb. Schuchmann 1797“. Die Scheune die zu dem Gasthaus gehörte wurde 1747 gebaut. Eine Inschrift besagt „ Johann Adam Löffler und Dessen Hausfrau erbauten diesen Bau anno 1747“. Das Nebengebäude mit Remise ist aus dem Jahre 1815 der Text im Giebel lautet „H. Ph .Grimm anno 1815“.
Zu dem Gasthaus gehörten über die Jahre die Metzgerei, Landwirtschaft und eine Schnapsbrennerei. Auch gab es eine Pferdewechselstation noch zu erkennen an der Bauweise des Nebengebäudes.
Am 24. Juni 1810 war das Gasthaus Grimm einer der Ausrichter der Kirchweihe, Einweihung der neuen Kirche in Dornheim. Damals wurde alles mit Billets und Einweisung geregelt um Ärger und Zechprellerei vorzubeugen. Die Straße vor dem Gasthaus war für Reiter und Wagen gesperrt, so das die Gäste in ruhe speisen und feiern konnten.
Die Sportgemeinde Dornheim hatte hier ihr Vereinslokal und Ihren ersten Turnplatz im Garten der Gaststätte

Früher hieß Grimms Gasthaus „Gasthaus zum Lamm“. Über dem Eingang zur Metzgerei war früher eine Plastik in Form eines Lammes zusehen, die wurde später durch ein Kalb ersetzt.
Das Anwesen ist immer noch in Familienbesitz auch wenn der Name sich geändert hat.
Die Gaststätte Kullmann ist heute noch vielen Dornheimern in guter Erinnerung, sie existierte bis 1979. Die Metzgerei wurde 2004. geschlossen
Das Gebäude heute | Nebengebäude von 1815 |
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Das Alte Brauhaus Lerch
Das „Alte Brauhaus“ ist das älteste Gasthaus in Dornheim. Seit über 200 Jahren in Familienbesitz. Das Gasthaus gehört zum Leben im Ort dazu. Vereine haben hier ihren Treffpunkt: Eine Urkunde Lehrbrief gibt Auskunft das Joh. Heinrich Lerch aus Eiter Oberhessen, das Handwerk des Küfers und Bierbrauers in 3 Jahren Lehrzeit gelernt hat.
Das Gebäude des alten Brauhauses so wie man es heute kennt wurde 1888 gebaut, zuvor wurde das alte Gasthaus abgerissen. Das neue Gebäude verfügt über einen Tanzsaal, der über dem Brauhaus lag. Der Tanzsaal wurde 1921 erweitert.
Die Nachkommen der Familie Lerch waren alle Bierbrauer. 1879 erbaute Ludwig Lerch ein großen Bier und Eiskeller am Schwarzen Berg. Dieser wurde um 1900 vergrößert und es kam ein Tanzsaal hinzu. Damals kam es fast zu einem Unglück, die Arbeiter die dort arbeiteten machten pünktlich Mittag und entgingen so den Sandmassen.
Der Eiskeller fasste etwa 800 Wagen Eis. Die Gebrüder Georg und Ludwig Lerch hatten ihre kleine Brauerei mit allen neuzeitlichen maschinellen Einrichtungen ausgestattet die man für das Braugewerbe nutzten konnte. Die Wirtschaftskrise nach 1918 legte das Unternehmen still, so wie es vielen anderen auch ging.
Das Gasthaus hat seit ein paar Jahren auch einen Biergarten. Zum Feiern geht man in den Saal. Der Spielmannszug trifft sich hier zur Übungsstunde und die Landfrauen treffen sich hier montags.
| Das Ständezeichen des alten Brauhauses. | |
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Das alte Brauhaus in der Rheinstr. nach dem Krieg, im Hintergrund die Kirche |

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Gasthaus Zur Sonne
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts erbaute in der damaligen Weygandtgasse (heute Kirchgasse),
Jost Weygandt ein Haus mit 2. Stock, Scheune und Schweinestall.
Die Besitzer die darauf folgten waren: Wilhelm Weygandt. Christoph Löffler, Friedrich Kraft und dessen Sohn Adam Kraft. 1836 kaufte Peter Grimm das Haus. Im Gerauer Wochenblatt von 1836 inserierte Peter Grimm „Das er neben seinem Spezereigeschäft ( Krämer ) auch die Kamm-Macherei betreibe“.
| Die Sonne als Ansicht auf einer alten Postkarte |
Sein Schwiegersohn Landwirt Heinrich Schaffner eröffnete das Gasthaus „Zur Sonne“. Sein Sohn Metzgermeister Heinrich Schaffner übernahm 1896 die Hofreite. Im Jahre 1901 baute er ein Schlachthaus mit Glasierten Blendsteinen. Nachfolger war 1923 Wilhelm Schilling. 1936 kaufte Georg Dan. Landau das Anwesen. Er baute 1948 das Schlachthaus um, zu einem Warenhaus und verwendete die Blendsteine für die Außenfassade. In diesem Warenhaus konnte man alles von Haushaltswaren über Gartenbedarf bis hin zu Zäunen und Öfen kaufen. Ich kenne diesen Laden noch, für jemanden aus der Stadt war das ein Paradies zum Stöbern. 1958 wurde das Gasthaus geschlossen.
Aber wo ein Ende einer Gastwirtschaft ist kann auch ein neuer Anfang sein. 2001 wurde die Sonne wieder zum Leben erweckt. Im neuen Stil mit einem Besitzer der seine Gäste selber bekocht.
| Das Gasthaus "Zur Sonne" heute. | |
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Noch mehr Gasthäuser
In Donheim gab es noch mehr Gasthäuser, die allerdings wie das Gasthaus Grimm oder auch Zeitweise das Gasthaus „Zur Sonne“ im Zuge der Zeit verschwanden. In der Erinnerung oder der Geschichte der Vereine sind sie erhalten geblieben. Nachfolgend einige der Gasthäuser die durch ihre Besitzer oder durch ihren Standort noch in Erinnerung einiger Dornheimer Bürger geblieben sind.
Einige der Gaststätten hatten eine Metzgerei, oder eine Bäckerei oder eine Krämerei dabei.
Da war einmal das Gasthaus „ Zur Eisenbahn“, mit Kino und Tanzsaal. Eigentlich bekannt unter „Beim Schreiber“, in der Bahnhofstr. 28. Der Besitzer war W. Dechert.
Zur Eisenbahn
Das Gasthaus „Zum weißen Ross“ in der Georgenstr. Wurde von der Witwe Rückert geführt. Es war das Gründungslokal des Gesangvereins Vorwärts.
In der Gernsheimer Land Str. gab es das Gasthaus „Zum Schwanen“, es gehörte Georg Gölzenleuchter. Hier wurde der Gesangverein „Frohsinn“ gegründet. Auch fand früher hier die Probe des Spielmannzugs statt.
Zum Schwanen 
Der „ Darmstädter Hof“ in der Gernsheimer Landstr. Gehörte Ludwig Petermann Bäckermeister. Hier gründete sich 1908 der gemischte Chor „Sängergruß“
Darmstädter Hof
Die Gaststätte „Zur Krone“ auch bekannt unter „Bei Trinkhause“ war in der Mainzer Landstr. Der Gesangverein Germania hatte hier sein Vereinslokal.
Zur Krone

Das Gasthaus „Zum goldenen Stern“ in der Bahnhofstr, wurde von Der Witwe Ph. Ludwig Krumb geführt der Schwiegermutter von Heinrich Schneiker.
Aber in Dornheim gibt es auch noch Gaststätten neuerem Datum, z.B. die Riedhalle mit Saal für Veranstaltungen jeglicher Art.
Riedhalle
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