Gebäude in Dornheim

In Dornheim gab und gibt’s einige erwähnungswürdige Gebäude, die mit der Geschichte des Ortes sehr viel zu tun haben. Leider gibt es einige der beschriebenen Gebäude nicht mehr. In alten Unterlagen kann man noch Informationen finden, z.B. in den Aufsätzen von Joh. Heinrich Feldmann II oder in Archiven. Mit dem ältesten noch existierenden Gebäude möchte ich anfangen.

Dem Landschreiberhaus in der Bahnhofstrasse 9.
Dieses Haus ist wahrscheinlich das älteste Fachwerkhaus in Dornheim. Es wurde vom Landgräflichen Landschreiber Johann Balthasar Sensenschmitt 1576 erbaut. Dieses Fachwerkhaus hatte im lauf der Zeit mehrere Besitzer so die Schultheiß Familie Chelius mit drei Generationen, danach der fürstliche Münzmeister und Obmann Fehr dessen Anwesen 1844 zwangsversteigert wurde. Die Gemeinde kaufte es und es wurde zur Lehrer Wohnung. Das Haus Bahnhofstrasse 11, dem ehemaligen Sudhaus wurde damals zur Schule. Siehe auch Schulen in Dornheim.

 

 



Im Erdgeschoss wurde später ein Laden eingebaut in dem nacheinander mehrer Geschäfte untergebracht waren z.B. Die Volksbank, ein Fahrradgeschäft und jetzt ist dort der Schreib und Geschenke Laden Hoppla untergebracht.

Als die Volksbank noch in diesen Räumen war gab es eine Ausstellung mit verschiedenen Dingen die mit Dornheims Geschichte zu tun haben, so auch der Haustürbalken des Landschreiberhauses.

Johann Heinrich Feldmann hatte 1966 kurz vor seinem Tod einen Bericht über dieses Haus geschrieben. Dieser Bericht wurde nach seinem Tod im Heimatspiegel veröffentlicht.

In der Bahnhofstasse gab es noch ein Gebäude das zu erwähnen wäre.

Die Hengststation Bahnhofstrasse
1720 wurde diese Station gebaut. Sie bestand aus einer Halle, Stallungen und Nebengebäuden. Eins dieser Nebengebäude ist noch erhalten und gehört heute zum Bauhof. Die Gebäude der Station wurden 1933 an die Gemeinde Dornheim verkauft und dann an das Landesgestüt vermietet. Die Dornheimer Bürger hatten das Recht Ihre Stuten kostenlos decken zu lassen. Auch nach dem Krieg wurde diese Regelung wieder erweckt. In der Halle konnten die jungen Bauern das Lenken eines Pferdefuhrwerkes lernen, erst an einem Gestell und später an einem Fuhrwerk. Als es fast keine Pferde (Kaltblüter) für die Landwirtschaft mehr gab wurde die Station geschlossen. Traktoren und andere Maschinen sind günstiger und leichter zu bedienen. Seit 1974 steht auf dem Gelände das Feuerwehrgerätehaus.

In der Rheinstrasse gab es mehrere Gebäude die man erwähnen sollte.

Die Gemeindewaage neben der alten Schule.

1880 kaufte die Gemeinde Dornheim von der Firma Schenk, Mohr und Elsaesser in Mannheim für 961 Mark und 65 Pfennige eine  „Centesimalwaage“, mit welche Fuhrwerke gewogen werden konnten. Die Waage wurde am 20. 3. 1880 an dem neuen Bahnhof Dornheim angeliefert. Von dort die Waage von der Gemeinde an den Stantort gebracht werden. Dieser war neben der alten Schule am alten Hospitalgut.

Wie aus alten Akten hervorgeht, war auch die Gemeinde verpflichtet, für Unterkunft und Kost der Monteure zu sorgen. Die Verpflegung soll beinahe mehr gekostet haben als die Waage selbst".

   

Ansicht der Gemeindewaage 1880

In der Rheinstrasse gab es eine Synagoge Rheinstrasse / Ecke Georgenstrasse. Sie wurde 1860/61 erbaut. Heute steht an ihrem Platz ein Landwirtschaftlicher Betrieb. Ein Gedenkstein erinnert an die Synagoge.

Auch das Bahnwärterhaus sollte man erwähnen, es stand am Bahnhof. Es gehörte zur Hessischen Ludwigsbahn.

   

Pläne des Bahnwärterhauses von 1880

Die BADEHÄUSER waren gegen Krankheiten und für ein längeres Leben. Um auch in Dornheim Krankheiten vorzubeugen wurde von der Gemeinde verfügt ein Badehaus zu bauen. Durch alte Gemeinderechnung von 1621 ist belegt, dass das Material und der Arbeitslohn von der Gemeinde bezahlt wurden. Ein Bader kam aus Büttelborn. Das erste Badehaus das durch den 30 jährigen Krieg zerstört wurde stand am Rathaus. Wo das nächste Badehaus stand ist nicht bekannt, aber 1755 und 1770 wurden wieder 2 Bader erwähnt. Etwa 200 Jahre hat die Gemeinde ein Badehaus unterhalten. Später 1881- 1910 gab es in der Dampfmolkerei 3 Wannen. Da die Hygiene bei den Bewohnern selbstverständlich wurde und jeder dafür selber sorgte verschwanden die Badehäuser.

Weitere Gebäude und Interessante Gebäudeteile folgen

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